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Reiseerinnerungen und Fotogallerien

 
  Kurztrip nach London (13. - 17. Mai 2015)  Nach unten 
 
Welcome to London!
"When a man is tired of London, he is tired of life!"

Samuel Johnson [1]


Prolog

Für den Kurztrip nach London entschienden wir uns spontan. Die Wahl auf die britische Hauptstadt fiel beim Stöbern nach günstigen Flügen bei den bekannten Internetportalen. Mit 594,57 Euro für uns beide wurde es dann doch kein Schnäppchen. Eine Unterkunft buchten wir über Airbnb (87,75 Euro pro Nacht, incl. Servicegebühr), sie befand sich in South East London, nur wenige Gehminuten bis zur nächsten U-Bahnhaltestelle Oval. Über den London.de Ticketshop buchten wir unsere Visitor Travel Cards (gültig für Bus + U-Bahn), sowie die Fahrscheine vom Gatwick Airport in die Innenstadt bzw. von der Innenstadt zum Heathrow Airport, um uns lästiges Anstehen vor Ort zu ersparen. Die Unterlagen bekamen wir dann in wenigen Tagen zugeschickt.

Als letztes kauften wir Online-Tickets für The View from The Shard. Mit 71,31 Euro für zwei Tickets nicht gerade billig, aber das mußte einfach sein. Hinzu kamen noch zwei Reiseführer: CityTrip London von Reise Know-How, sowie London vom M. Müller Verlag. Beide können wir empfehlen, aber einer hätte auch gereicht.


Erster Tag in London

An unserem Anreisetag hatten wir bestes Wetter und daher eine gute Sicht auf die unter uns vorbeiziehende Landschaft. Am Flughafen holten wir uns noch Englische Pfund am Geldautomaten, bevor wir mit dem Gatwick Express in die Innenstadt zur Victoria Station fuhren. Von dort ging es dann weiter bis in die Nähe unserer Unterkunft. Die Adresse war leicht zu finden. Unser Zimmer war einfach, aber in Ordnung. Mehr brauchten wir nicht und WLAN gab es auch. Es war eine ruhige Wohngegend, man hörte keinen Straßenlärm.

Wir nützten das schöne Wetter aus und machten uns sogleich daran, die nähere Umgebung zu Fuß zu erkunden. An der Kennington Road legten wir eine Pause ein und ließen uns im I Due Amici Garden Cafe leckeren Kuchen und Kaffee schmecken. Wir saßen gemütlich in einer Art Innenhof, mit Olivenbäumchen in Kübeln und genossen die Wärme und die Sonne. Das entsprach so gar nicht den Klischeevorstellungen über das englische Wetter. Danach spazierten wir weiter bis zum London Eye und entlang der Themse bis zur Millenium Bridge, einer Fußgängerbrücke über die Themse. Unterwegs bemerkten wir immer wieder subtropische Pflanzen in den Vorgärten, die wir hier nicht vermutet hätten. Das liegt am Golfstrom, der in Südengland für relativ mildes Klima sorgt.

Auf dem Rückweg machten wir einen Abstecher ins The Brown Derby, ein uriges Pub ganz in der Nähe unserer Unterkunft. Der nette Barkeeper an der Theke war sehr freundlich. Da ich (Hubert) mich angesichts der vielen Biersorten nicht entscheiden konnte, durfte ich drei verscheidene Sorten kosten. Abends nahmen wir wieder die U-Bahn und fuhren in die City. Die Londoner scheinen ein Feierabendbier sehr zu schätzen, denn so ab 17 Uhr standen überall Männer mit Anzug und Krawatte vor den Pubs und tranken Bier.


2. - 5. Tag | Unsere Eindrücke

In den nächsten Tagen schauten wir uns Londons Klassiker an, wie Big Ben, House of Parliament, Leadenhall Market, Tower of London, Tower Bridge, Westminster Abbey, Trafalger Square, Buckingham Palace und den Hyde Park, die man einfach gesehen haben muß. Da die Eintrittspreise hier ganz schön happig sind, besichtigten wir nur den Tower of London (24,50 £ = 36, 75 € / Person) von innen. Das war auch an dem einzigen Tag, an dem wir schlechtes Wetter hatten. Da wir diese Sehenswürdigkeiten nicht zum x-ten Mal beschreiben wollen, beschränken wir uns auf ein paar Punkte, die uns persönlich besonders gefielen.

The View from The Shard ist die Aussichtsplattform des mit 310 Metern höchsten Hochhauses in der EU. Auf den Tickets ist ein Zeitfenster vermerkt, unser Termin war um 10 Uhr. Der Aufenthalt auf der Plattform ist jedoch nicht begrenzt. Amélie und ich waren rechtzeitig da und kurz nach 10 Uhr ging es los. Zuerst wurden unsere Taschen gescannt, danach passierten wir eine Sicherheitsschleuse und konnten den Weg zum Aufzug nehmen. Der brachte uns dann ins 68. Stockwerk. Die Aussichtsplattform in der 69. Etage erreichten wir zu Fuß, sie erstreckt sich über drei Stockwerke. Wir hatten Glück mit dem Wetter und die 360 Grad Rundumsicht war einfach überwältigend. Aus dieser Höhe über den Dächern von London hat man unfassbare Ausblicke, bei denen es einem schwindelig werden kann.

Im Anschluß daran bummelten wir über den Borough Market. Dafür sollte man sich etwas Zeit nehmen, denn dieser Lebensmittelmarkt mit viel Flair bietet eine Vielzahl hochwertiger und auch ausgefallener Spezialitäten und Feinkost an. Viele Stände haben warme Küche und offerieren ihre Delikatessen. Ein Ort der zum Verweilen und Beobachten einlädt. Wir konnten uns kaum sattsehen, an der großen Auswahl an Gemüse und Obst. Leider waren wir noch vom Frühstück satt, sonst hätten wir hier und da eine Kostprobe genommen.

Wir fanden es auch verblüffend, wie in der Londoner Innenstadt alte und neue Gebäude dicht beieinander stehen und so das Stadtbild zu etwas ganz Besonderen machen, einem erstaunlichen Mix aus Alt und Neu. Die verrücktesten Ideen wurden hier umgesetzt, wie zum Beispiel das Gherkin von Norman Foster. Sehr positiv fiel uns auch die Höflichkeit und Zurückhaltung der Engländer auf. Es wird viel Wert auf gutes Verhalten und gepflegten Umgang gelegt. Man spricht hier auch etwas leiser als bei uns in Deutschland und verhält sich disziplinierter (z. B. Schlange stehen an der Bushaltestelle).

London mit seinen über 8 Millionen Einwohner ist ein multikultureller Schmelztiegel. Menschen aus mehr als 100 Nationen leben hier friedlich zusammen und das Zusammenleben gehört in London zum Alltag. So haben zumindest wir es wahrgenommen.


Resümee

London ist schön, aber sehr teuer. Eine riesige und quirlige Metropole, wo es noch tausend Dinge jenseits der bekannten Sehenswürdigkeiten zu entdecken gibt. Am besten die Preise nicht umrechnen und genießen. Man sollte sich ein wenig treiben lassen und nicht zuviel voraus planen. Für uns ist London mehr als nur einen Besuch wert.

Unsere Buchtipps

City|Trip London
London MM-Verlag - individuell reisen




[1] englischer Gelehrter und Schriftsteller (1709-1784)
 
 
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