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Reiseerinnerungen und Fotogallerien

 
  Myanmar - Land & Leute  Vorige Seite   Nach unten 
 
 
Flagge von Myanmar   Union of Myanmar
 
 
  Vollständiger Landesname: Union of Myanmar  
  Größe: 671 000 km2  
  Einwohner: 45 Millionen  
  Hauptstadt: Yangon (circa 4 Millionen Einwohner)  
  Höchster Berg: Hkakabo Razi 5889 m  
  Bevölkerung: 65% Bamar, 10% Shan, 7% Kayin, 4% Rakhaing sowie Chin, Kachin und Mon. Daneben gibt es noch Chinesen, Inder, Assamesen und andere Minderheiten. Ethnologen haben insgesamt 111 verschiedene ethnische Gruppierungen festgestellt.  
  Sprachen: Bamar, Shan, Kayin, Kachin und andere  
  Religion: 87% Theravada Buddhisten, 5 % Christen, 4 % Muslime, 3% Animisten  
  Regierung: Militärdiktatur  
  Staatsoberhaupt: General Than Shwe  
 
 
  Myanmar oder Burma?  
  Myanmar ist vielen auch unter dem Namen Burma bekannt. Fakt aber ist, daß das Land schon immer Myanmar hieß. Schon im 13. Jahrhundert, als Marco Polo das Land besuchte, war es der offizielle Landesnamen. Unter der Herrschaft der Briten wurde der Landesname in Burma abgeändert. Der Ausdruck Bamar (von den Engländern zu Burma abgewandelt) benennt jedoch lediglich diese Volksgruppe und deren Sprache.
 
  Landkarte von Myanmar Der Name Myanmar hingegen bezieht sich auf das ganze Land. Von der Regierung wurde 1989 der Landesnamen von Union of Burma in Union of Myanmar geändert, was eine der Maßnahmen war, sich von der kolonialen Vergangenheit zu befreien. Die offizielle Bezeichnung für Bürger und Sprache lautet Myanmar; als Adjektiv gebraucht, bezogen auf die Kultur, Küche usw. entsprechend myanmarisch.

 

Sollte man Myanmar besuchen?

Fakt ist: Myanmar unterliegt seit Jahrzehnten einer rigorosen Militärjunta und die Situation der Menschenrechte ist sehr beklagenswert. Das Militär hat aus einem reichen und friedlichen Land eines der ärmsten Länder der Welt gemacht. Den Bürgern werden die elementarsten Bürgerrechte verwehrt, abweichende Meinungen werden unterdrückt. Leute, die ihre Meinung frei äußern, landen als politische Häftlinge im Gefängnis. Viele Menschen sind in der Haft gestorben und Zwangsarbeit ist eine gängige Praxis. Bei Unruhen im Jahre 1988, wurden über 3000 Menschen brutal niedergemetzelt.

Gründe dagegen:

  • Das Geld der Touristen fließt direkt in die Taschen der Generäle.
  • Durch Zwangsarbeit wurde ein Teil der touristischen Infrastruktur aufgebaut.
  • Die Regierung hält Touristen fern von Gebieten, wo von der Bevölkerung Zwangsarbeit geleistet wird oder Minderheiten unterdrückt werden

Gründe dafür:

  • Sozialbewußtes Reisen kann der einheimischen Bevölkerung Nutzen bringen, denn die Bevölkerung hat heute mehr Möglichkeiten vom Tourismus zu profitieren und nicht wenige bestreiten daraus ihren bescheidenen Lebensunterhalt.
  • Inzwischen gibt es auch private Unterkunftsmöglichkeiten und Transportmittel.
  • Der Tourismus ermöglicht einen zweiseitigen Informationsfluß, der auch der Demokratiebewegung Nutzen bringen könnte.
  • Wirtschaftliche Entwicklung kann zur politischen Liberalisierung führen.

Sollte man sich zu einer Reise nach Myanmar entschließen, so lauten viele Empfehlungen: die nicht staatlichen Organisationen unterstützen, sich vor der Reise gründlich zu informieren und mit wachen Augen und Ohren unterwegs sein.

Ich habe versucht, soweit es für einen Fremden überhaupt ersichtlich ist, nur private Einrichtungen (Unterkünfte, Transportmittel etc.) zu nutzen und durch mein Verhalten keine Einheimischen zu gefährden. Touristen werden in der Regel in Ruhe gelassen, aber bei Myanmarern ist die Polizei und das Militär weniger rücksichtsvoll.

 
 
 
 
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